IHK besucht Dorstener Unternehmer und berichtet über die vielfältigen Produkte für die Friseurbranche

Vom Scheitel bis zum Bart - Alfred Sartory weiß, in welchem Ambiente das Kopfhaar von Friseurkunden in ganz Deutschland professionell gepflegt werden muss. Seit rund 45 Jahren plant und gestaltet der gelernte Elektriker individuelle Salons, von der ersten Objektbesichtigung über die Beratung, Planung und Montage bis zur Eröffnung. In Dorsten ist der Sitz der Interpartner Sartory Design GmbH. Hier gibt es einen Showroom mit rund 20 Einrichtungsbeispielen, hier betreibt seine Frau einen eigenen Friseursalon sowie vier Lizenzbetriebe - und auch das neueste Projekt des umtriebigen Geschäftsmanns, einen Barbershop. „Das ist ein aktueller Trend", sagt Sartory, „vor zwei Jahren bin ich in diesem Bereich eingestiegen." Wie bei den Friseursalons entwickelt und beliefert das Unternehmen die gesamte Einrichtung, von professionellen Bedienungsstühlen über die Waschbecken, Bedienungsplätze und dem Licht bis zur individuell gestalten Einrichtung.

„Unsere Stärke ist, dass wir aus den eigenen Salons den Bedarf in der Praxis kennen", sagt Sartory. Er selbst fand 1972 über seine damalige Lebensgefährtin den Einstieg in die Friseurbranche. Heute hat er weltweit Kontakte zu Produzenten und bietet mit rund 15 eigenen Mitarbeitern, darunter drei Ingenieure und eine Designerin, Handwerkspartnern in ganz Deutschland und bundesweit etwa 100 Vermittlern ein Rund-um-Programm. „Wir beraten Existenzgründer, planen neue Salons, modernisieren oder ergänzen schon Bestehende", erklärt Sartory. Rund 400 Kunden zählt er im Jahr und hat in seinem Unternehmerleben weit über 1000 Salons eingerichtet.

Der Trend im Moment sei ein natürliches Ambiente, erzählt der Unternehmer. „Holz, das schon ein Leben hinter sich hat, ist stark gefragt", so Sartory. „80 Prozent der neuen Läden möchten eine Einrichtung aus Schichtstoff kombiniert mit echtem Naturholz. Wir haben alte Gerüstbohlen vom Kölner Dom und der Dresdner Frauenkirche gekauft und lassen nach einer Speziaireinigung davon handgefertigte Einrichtungsgegenstände produzieren", berichtet Sartory. Rustikal würden auch die Barbershops eingerichtet. „Gerade jüngere Männer legen Wert auf Pflege und geben mehr Geld dafür aus", stellt er fest. In seinen Authentic Barbershops, im Saloon-Stil gestaltet, können sich die Herren den Bart pflegen lassen, sich einer Nassrasur unterziehen und Pflegeprodukte kaufen. Seine neueste Idee geht jedoch in eine ganz andere Richtung. Bei Containhair arbeiten die Friseure sozusagen in der Box. „Acht Mietcontainer sind zurzeit im Umlauf, meist bei Umbauten von Salons", erzählt Sartory. Und er könnte sich auch schon eine Erweiterung dieses Geschäftsmodells vorstellen, für Existenzgründer oder Filialen.

Quelle: Wirtschaftsspiegel - Informationen der IHK Westfalen 3/2017